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Das gemeinsame Konzept der Stadt und der Polizeiinspektion Osnabrück zum Ossensamstag kann als erfolgreich bezeichnet werden. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte es gemeinsame Präventionsmaßnahmen gegeben an denen insbesondere auch die Caritas und das Schulamt beteiligt waren.
Am diesjährigen Osnabrücker Karnevalshaupttag wurden wesentlich weniger alkoholisierte Jugendliche registriert. Insgesamt 33 Karnevalisten mussten auf dem Hof der Domschule wegen zu hohen Alkoholkonsums ärztlich behandelt werden. Darunter waren 18 Frauen und 15 Männer. Zehn Jugendliche gehörten zu den hilfsbedürftigen Personen. Eine 16jährige mit 1,88 Promille war in Begleitung eines 14jährigen mit 0,84 Promille. Der Junge gab an, seine Mutter hätte ihm erlaubt fünf oder sechs Bier zu trinken. Mehr wären es auch nicht gewesen. Den traurigen Spitzenwert erzielte eine 20jährige mit 2,79 Promille.
Neben den Bediensteten der Stadt Osnabrück, bestehend aus dem Ordnungsaußendienst, dem Jugendamt und der Feuerwehr halfen auch die Rettungsdienste und besonders der THW mit, um einen reibungslosen Ablauf der Feierlichkeiten zu gewährleisten. Polizisten aus Braunschweig, Hannover und Osnabrück waren im Einsatz. Nach polizeilichen Schätzungen säumten etwa 50.000 Jecken die Umzugsstrecke. Verschiedene Brennpunkte, wie der Haarmannsbrunnen wurden besonders intensiv polizeilich beobachtet. Bereitschaftspolizisten schritten bei sich andeutenden Schlägereien sofort ein. Deshalb war die polizeiliche Lage bis 14.30 Uhr recht ruhig. Mit Ende des Umzuges und steigendem Alkoholpegel einzelner Ossensamstagsbesucher erhöhte sich allerdings dann die Zahl der körperlichen Auseinandersetzungen. Die Polizisten, die für die Aufnahme der Strafanzeigen eingeteilt waren, hatten alle Hände voll zu tun. Bis 19.00 Uhr zählte die Statistik der Ordnungshüter 25 Strafanzeigen. Im Einzelnen gab es elf Körperverletzungen, fünf Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte, drei Beleidigungen, drei Sachbeschädigungen, zwei Verstöße gegen das Waffengesetz und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Diese Zahlen entsprechen in etwa denen des letzten Jahres. Da verzeichnete die Polizeiinspektion 29 Straftaten inklusive später erstatteter Anzeigen.
Wie schon erwähnt, kam es erst am Ende des Umzuges zu ersten Straftaten. Während des Karnevalszuges wurden von nahezu allen Besuchern ausgelassen und friedlich gefeiert. Auch die polizeilichen Maßnahmen nach Zugende betreffen nur einen sehr geringen Teil der Feiernden.
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