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Beim KKC ist es wie bei Thomas Gottschalk zu seinen besten „Wetten dass..?“-Zeiten. Bestes Programm, beste Einschaltquote und 70 Minuten überzogen. Doch letzteres störte auf der Nachmittagsgala am Sonntag, 12. Februar, niemanden im Saal Barlag. Denn das Programm war zwar lang, aber keinesfalls langweilig. Ganz im Gegenteil. Mit einem äußerst kurzweiligen Showprogramm begeisterte der Kolping-Karneval-Club Hollage mit seinem Präsidenten Heinz „Thommy“ Grünebaum die zumeist älteren Gäste, die sich bei Tänzen, Reden und Musikbeiträgen köstlich amüsierten. Die meisten Auftritte waren lange geplant und einstudiert. Doch gleich zu Beginn erlebten die Hollager Närrinnen und Narren, dass auch etwas kurzfristig auf die Beine gestelltes begeistern kann. Was war passiert? KKC-Funkenmariechen Saskia Bergmann hatte sich leider im Training verletzt und fiel somit für die Auftritte aus. Kurzfristig eingesprungen war daher Nina Hermes. Und sie zeigte mit ihrem Funkentanz und ihrer Bühnenpräsenz dem Publikum, was man auch in kurzer Vorbereitungszeit auf die Bühne bringen kann. Tanzend und stets lächelnd hatte sie so schnell die Herzen der Gäste erobert. Vielleicht hatte sie auch Anteil daran, dass Bürgermeister Ulrich Belde in seiner Rede betonte, dass in Hollage nur vernünftiges Narrenvolk wohnen würde, weshalb er den Rathausschlüssel an diesem Nachmittag schnell und freiwillig dem KKC-Prinzenpaar, Seiner Tollität Prinz Torsten II. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Marion II. (Torsten und Marion Langemeyer), überreichte. Obwohl die beiden bereits zum zweiten Mal regieren, stellten sie sich ihren Gästen anschließend nochmals in einer humorvollen Rede vor, bei der auch Präsident Heinz Grünebaum nicht ungeschoren davon kam. Noch einen oben drauf legte dann das Kinderprinzenpaar, Seine Tollität Prinz Manuel I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Katleen I. (Manuel Hörnschemeyer und Katleen Strunk). Sie stellten fest, obwohl sie heut’ die Klappe halten (denn das Sagen haben heut’ die Alten): „Der Elferrat und El Presidente sehen aus, als wären sie schon 10 Jahre in Rente“. Als erster Redner betrat nach der Kaffeepause "Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp aus Kattenvenne" alias André Hölscher aus Ladbergen die Bühne und entschuldigte sich zunächst, dass er etwas spät sei. Das lag daran, dass sein Führerschein gerade in Norddeutschland weile und daher seine Frau den Ford Granada lenken musste. Die hätte zwar auch keinen Lappen, fahre aber so, dass es nicht weiter auffallen würde. Da sein Wagen nicht mehr der jüngste ist, muss er inzwischen auch viele Umwege fahren – wegen der Umweltzonen in den Städten. Und mehr Umwege bedeuten mehr Spritverbrauch und mehr Feinstaub. „Wer glaubt, eine Umweltzone sei gut für die Umwelt, glaubt auch, dass es beim Finanzamt Geld gibt“ kommentierte er den Sinn oder Unsinn der Umweltzonen. Des Weiteren berichtete er aus dem vielschichtigen Vereinsleben in Kattenvenne. Er selbst sei dort in jedem Verein. Es hat zwar etwas gedauert, bis er das geschafft hat, aber irgendwann hätten ihn auch die Landfrauen als Gleichstellungsbeauftragten aufgenommen. Außerdem wolle er mal wieder Urlaub machen. In diesem Jahr wahrscheinlich in Griechenland – sein Geld wäre ja eh schon da. KKC-Nachwuchstalent Jonathan Proft kam wie schon im letzten Jahr wieder zur Nachmittagsgala und berichtete aus dem Leben seiner karnevalsverrückten Familie. Mitten in der Session sind sie nach Lechtingen umgezogen, aber – und dafür dankte er herzlich Herrn Belde – für den heutigen Besuch in Hollage habe er extra ein Visum bekommen. Seit Kurzem hat seine Familie einen neuen Hund, von dem Jonathan auch zu berichten wusste, genauso wie von seinen Eltern. Abschließend konnte er bei allen Geschichten nur feststellen: „Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen schwierig zu werden“. Kein Nachwuchs mehr, aber seit Jahren ein Allround-Talent in der Bütt ist Andreas Hille, der aus dem Himmel zurück in den Saal Barlag kam und den Närrinnen und Narren von dort oben berichtete. Es begann damit, dass er seinen eigenen Schutzengel traf und diesen fragte, ob es denn oben im Himmel auch Karneval gäbe. Der Engel schaute nach, kam zurück und hatte zwei Nachrichten für ihn. Die gute: ja, es gibt auch im Himmel Karneval und zwar mit allen was dazu gehört. Die schlechte Nachricht: in zehn Minuten habe Andreas dort seinen ersten Auftritt. Und so kam es, dass der als Weltenbummler bekannte Ibbenbürener selbst in den Himmel kam und sich dort alles anschauen konnte. Elf Himmelstore gibt es dort, jedes für einen anderen Zweck. Vor dem siebten Tor habe einmal der Teufel gestanden, wie er erklärte. Dieser habe Petrus vorgeschlagen, doch mal ein Fußballspiel gegeneinander auszutragen. Petrus gab zu bedenken, dass er doch keine Chance habe, die guten Fußballer seien schließlich alle im Himmel. Doch für den Teufel war das kein Problem. Schließlich wären alle Schiedsrichter in seinem Team. Mit einer Beschwerde beim Präsidenten Heinz Grünebaum begann „Emma“ alias Sabine Hollefeld aus Emsdetten ihren Auftritt. Sie sei kein „robustes Weib“ wie Grünebaum in seiner Anmoderation feststellte, sie sei wohl „gut sichtbar, aber keinesfalls dick“. Sie müsse schon einen Knüppel mitnehmen, damit sie sich die ganzen Männer vom Hals halten könne. Dennoch hat sie schon Erfahrungen mit Weight Watchers gemacht. Da musste sie immer Kalorien zählen. Das war ein voller Erfolg. Abgenommen habe sie zwar nicht, aber seit dieser Zeit könne sie viel besser Kopfrechnen. Statt des Kalorienzählens ist sie dann angefangen zu joggen. Nach nur 75 Metern lag sie jedoch ohnmächtig am Boden. Sie hatte den Sport-BH vergessen und sich selbst k.o. geschlagen. Zu einem kurzen Grußwort begrüßte KKC-Präsident Heinz Grünebaum Pfarrer Dietmar Schöneich und Pastor Mathew Thayil. Für beide war es nach dem Frauenkarneval der zweite Auftritt im Saal Barlag. Dort habe Pfarrer Schöneich auch festgestellt, dass Pastor Thayil bei den Frauen gut ankomme. So habe er neulich ein Gespräch von drei Frauen mitbekommen, die sich darüber unterhielten, in welcher der drei Kirchen, die wenigsten Gottesdienstbesucher wären. Die Frau aus Wallenhorst sagte, dort wären es so wenig, sie würden alle in einen Bus passen. In Rulle wären es sogar nur noch zehn Besucher. Die Hollagerin konnte das aber noch „toppen“ und berichtete: wenn Pastor Thayil sagt „meine liebe Gemeinde“, werde ich immer ganz rot. Musikalisch und lokalpolitisch wurde es bei der KKC-eigenen Gesangsgruppe "Trio Fatal" um Christian Böwer, Jörg Riepe und Jockel Steinmeister. Sie nahmen in ihren Liedern das Ortsgeschehen humorvoll aufs Korn und sangen über die Grüne Wiese und das Feuerwehrhaus, gaben einen Einblick in das Verhältnis zwischen Bürgermeister Belde und Clemens Lammerskitten und fragten sich anlässlich des Grundstückskaufs am Windrad „was ist nur los am Hasestrand?“. Eingerahmt wurden die Darbietungen von den fantasievollen Tänzen der Kolping-Showtanzgruppen, die unter anderem als Pippi Langstrumpf und Piraten die Bühne im Saal enterten. Viele Fotos von der Nachmittagsgala stehen wie immer in unserer Bildergalerie auf www.kolping-hollage.de zur Verfügung. Unser Gästebuch freut sich auf Lob und Kritik. Eb , 15.02.2012 ZurückDas könnte Sie auch interessieren:Junge Union Wallenhorst diskutierte Thema Organspende im Hollager HofInitiative für gesundes Essen unter Schirmherrschaft von TV-Starkoch Nelson MüllerPartystimmung und Public ViewingIm Laufschritt von Kreisel zu KreiselAls der Erdfall noch vom Düvel kamGeld aus Thermografie-Aktion kommen Spendenkonto zuguteAusstellung zum Wohnen im Alter im Rathaus eröffnetGuido Pott: „Der Kindergarten St. Johannes setzt neue Standards“Zwei alte Spielplätze in neuem GlanzWirtschaftsförderung des Landkreises bietet Beratungstermine im Mai anViel Besuch im bunten Kindergarten - Umbau von St. Johannes Hollage eingeweihtSieben Jungen und Mädchen gestalteten Zukunftstag bei der Gemeinde Wallenhorst |
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