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Interessantes Referat von Dr. Michael Hirsch bei der Bundeskonferenz der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen Premiere auf der Bundeskonferenz der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen: Zum ersten Mal trat ein männlicher Referent auf. Der Philosoph und Politologe Dr. Michael Hirsch sprach auf der Konferenz, die Anfang Mai in Wuppertal stattfand, unter dem Titel „Rosarot – Himmelblau? Geschlechterkultur im Wandel“.
Gemeinsam mit Kolleginnen aus ganz Niedersachsen nahm Kornelia Böert (vordere Reihe, ganz links) an der Bundeskonferenz der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen teil. Gemeinsam mit anderen Gleichstellungsbeauftragten aus dem Osnabrücker Land nahm auch Kornelia Böert, Beauftragte für Frauen, Familien und Senioren der Gemeinde Wallenhorst, an der Bundeskonferenz teil. „Gerade das Referat von Dr. Hirsch erhielt viele Ansätze, über die nachzudenken sich lohnt“, so ihre Bilanz. Kernthese des Referenten war die Forderung nach einem neuen Männerbild. „Die Grenze der Emanzipation der Frauen ist die Emanzipation der Männer“, sagte er. Nur, wenn Männer sich ebenfalls änderten, mehr unbezahlte Familienarbeit leisteten, sich an der Kindererziehung ebenso beteiligten wie an der Pflege alter und kranker Angehöriger, werde es eine volle Gleichberechtigung der Geschlechter geben.
Zugleich dürfe die Gesellschaft nicht länger nur Vollzeit arbeitende Menschen als vollwertige Mitglieder sehen. Dr. Hirsch forderte, die Arbeitszeit zu verkürzen, damit alle Menschen Arbeit fänden und zugleich beide Geschlechter Zeit für Familie hätten. Auch die gesellschaftlichen Eliten müssten ihr Lebensmuster überdenken. Bislang huldigten sie der Selbstaufopferung durch Mehrarbeit. Wenn jedoch der Staat die Arbeitszeit zugunsten der Familienzeit verkürze und zugleich allen ein bedingungsloses Grundeinkommen sichere, seien alle finanziell abgesichert bei erhöhter Lebensqualität. „Nur, wenn die männlich dominierte Vorstellung der Arbeitswelt bekämpft wird, die Geschlechter ihr Leben mit ihren Familien genießen, statt ihr Leben der Arbeit zu verschreiben, kann es eine wirkliche Gleichberechtigung in der Gesellschaft geben“, so das Fazit von Dr. Michael Hirsch. Diese Sichtweise könnte auch in den nächsten WirtschaftsTalk Wallenhorst ieinfließen. Gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Frank Jansing plant Kornelia Böert diesen für Freitag (24. September). Unter dem Titel „Familienorientierte Mitarbeiterbindung“ werden dann Fachleute aus der Praxis mit örtlichen Gewerbetreibenden diskutieren, wie sich Familien- und Erwerbsarbeit in Einklang bringen lassen und wie davon auch die Unternehmen profitieren. Nähere Infos zum WirtschaftsTalk Wallenhorst folgen rechtzeitig. Eb , 28.07.2010 ZurückDas könnte Sie auch interessieren:Tagesmütter erhalten Zertifikate nach erfolgreicher AusbildungWochenmarkt in Wallenhorst vorerst eingestelltWolfgang Clement überreicht Kaffee Partner Ehrung „Top Job 2012“Wärmebild-Aktion: Aufnahmen zeigen Ursachen für hohe Heizkosten aufAusstellung "emotions" mit Fotografien von Michael Stange im Rathaus eröffnetJury gibt Startschuss für "Tag des Anstoßes"Lotte und Wallenhorst: Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinausEin Heft voller AngeboteBürgerstiftung zieht Bilanz 2011: Gemeinsam stark für WallenhorstVereine und Verbände sind Leuchttürme in unserer GemeindeRWE-Klimaschutzpreis 2011 für die Gemeinde Wallenhorst an drei Preisträger verliehenArbeitskreis Dorferneuerung hat Maßnahmen priorisiert - Rat entscheidet |
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