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DSL-Spatenstich: Ab Juni mit mehr Tempo ins Internet
„Wir können heute ein langes Kapitel in der Gemeinde Belm endgültig abschließen und haben für unsere Bürgerinnen und Bürger in Vehrte und Icker eine zufriedenstellende Lösung erreicht“, macht Bürgermeister Bernhard Wellmann deutlich. Zusammen mit Klaus Karneth von Deutschen Telekom in Osnabrück, Andreas Göcking vom Telekom-Vertrieb aus Münster sowie Vertretern des Belmer Gemeinderates hat Wellmann heute Morgen symbolisch den ersten Spatenstich für den DSL-Ausbau in Richtung Vehrte und Icker gesetzt. Acht Kilometer Glasfaserleitungen werden jetzt zwischen den Ortsteilen verlegt und vier nähere Knotenpunkte werden eingerichtet, um die Haushalte mit schnellen Internetanschlüssen via Kabel zu versorgen. Herkömmliche Telefonleitungen übertragen zwar auch das DSL-Signal, mit zunehmender Entfernung von der Vermittlungsstelle in Belm wird der Datenstrom aber schwächer. Ab fünf Kilometer spielt die Technik im Kupferkabel nicht mehr mit und am heimischen PC kommt kein Signal mehr an.

Symbolischer Spatenstich zum Auftakt der Verlegung von Telekom-Glasfaserleitungen für den lang ersehnten DSL-Anschluss von Vehrte und Icker (von links): Klaus Karneth (Deutsche Telekom Osnabrück), Andreas Göcking (Telekom-Vertrieb Münster) Bernhard Strootmann (Fraktionsvors. CDU), Robert Moormann (Ratsherr aus Icker), Erwin Schröder (stv. Ratsvorsitzender), Heinz Hempen (stv. Bürgermeister) und Bürgermeister Bernhard Wellmann.
Das Thema „DSL für Vehrte und Icker“ beschäftigt Belmer Bürger und Kommune seit Jahren. Internetnutzer in Vehrte und Icker bemängelten regelmäßig die unzureichende Übertragungsrate. Auch wenn die Versorgung mit Telefon- und Internetanschlüssen keine kommunale Aufgabe ist, war die Gemeinde Belm seit 2004 kontinuierlich auf der Suche nach Alternativlösungen. Der Kabelausbau war bislang immer an zu hohen Zuschussansprüchen an die Gemeinde gescheitert. Seit einem Jahr ist schnelles Internet für Teilgebiete in Vehrte und Icker via Richtfunk im Angebot und diese Lösung wurde auch von einigen Bürgern angenommen. Im März 2009 konnte der Belmer Gemeinderat dann doch einen Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom schließen. Dieser sieht vor, dass sich Belm an einem Teil der Ausbaukosten beteiligt, um mögliche Deckungslücken zu schließen. Die Investitionen bedeuten für die Telekom Verluste, wenn zu wenige Kunden über einen Ausbau gewonnen werden können.
Nach dem ersten Spatenstich an der Straße „Im Gattberg“ wird demnächst an drei Stellen gleichzeitig mit der Verlegung der Kabel begonnen. Der lange Winter hatte zunächst für einige Wochen Verzögerung des Baubeginns gesorgt. Sobald dann bis etwa Ende Mai 2010 alle technischen Maßnahmen durchgeführt sind, werden rund 1.500 Haushalte in Vehrte und Icker schneller über die weltweite Datenautobahn fahren können. Je nach Entfernung zum nächsten Knotenpunkt wird die Internetgeschwindigkeit bis zu 16.000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) erreichen, je nach Wohnlage mindestens aber 6000 kBit/s.
„Wir freuen uns, dass wir nun doch gemeinsam eine Lösung gefunden haben, Icker und Vehrte mit den begehrten Breitbandzugängen zu versorgen“, betonte Bürgermeister Wellmann. Klaus Karneth hob dabei auch besonders die Initiative der Gemeinde Belm hervor, nicht erst lange auf eventuelle Zuschüsse von anderen Stellen zu warten: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in Kommunen, die wie jetzt Belm energisch und eigeninitiativ gehandelt haben, am Ende sogar wenig oder gar keine Eigenmittel erbracht werden mussten“.
Etwa ab Mitte März wird die Deutsche Telekom in Vehrte und Icker mit vier Mitarbeitern direkt in den Haushalten mit dem Vertrieb beginnen. „Ganz sicher können wir dann auch attraktive Angebote für interessierte Kunden machen“, erklärt der zuständige Teamleiter Andreas Göcking. „Wir stehen den Bürgern in unserem Büro in Münster unter 0251 / 900-4000 auch direkt für Fragen und Wünsche zur Verfügung“.
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