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Energieverluste vermeiden – Kampagne „Haus sanieren - profitieren“ gibt Tipps Viele Teile von Deutschland sind zurzeit von einer Schneedecke überzogen. Wer etwas für mehr Klimaschutz tun und dabei Energiekosten einsparen möchte, der sollte jetzt sein Haus näher unter die Lupe nehmen und etwa die Schneeschmelze am Dach beobachten. „Drei Viertel der Gebäude sind vor 1984 gebaut worden und größtenteils unsaniert – wahre Energieschleudern“, weiß Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die DBU gibt in einer dreiteiligen Serie im Rahmen ihrer Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ Tipps für Selbsttests. In wenigen Minuten können sich Hausbesitzer einen ersten Eindruck über den Zustand des eigenen Hauses verschaffen. Eine weitere Möglichkeit für mehr Überblick bietet die bundesweite Initiative mit ihrem kostenlosen Energie-Check, den geschulte Handwerker unverbindlich bei Ein- und Zweifamilienhausbesitzern durchführen. Dabei bewerten sie alle Bauteile nach einem Farbschema von rot bis grün und erläutern nächste Schritte. Hausgemachte „Thermografie“ zeigt Schwachstellen am Gebäude Wärmebildaufnahmen von Häusern zeigen farbenreich, wo energetische Schwachstellen am Gebäude sind. „Allerdings kostet eine Thermografie mit Beratung mehrere hundert Euro“, betont Andreas Skrypietz, Energieberater der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“. Ein Hausbesitzer könne mit Hilfe von Raureif oder Schnee Schwachstellen selbst entdecken. Wenn das Dach morgens noch mit Frost überzogen ist, beobachtet er nach einiger Zeit unter Umständen, dass die Ziegel von inzwischen nassen Längsstreifen überzogen werden: Wärme dringt an den Dachsparren nach außen und fördert das Abtauen – ein Zeichen für so genannte Wärmebrücken. An den eventuell schlecht gedämmten Stellen geht Energie verloren und die Gefahr, dass sich Schimmel bildet, steigt. Taut das komplette Dach deutlich schneller ab als das des Nachbarn, zeigt es, dass entweder die Schrägen oder aber die obere Geschossdecke unzureichend gedämmt sind. Manchmal ist der Bereich um Dachfenster schneller wieder eisfrei als der Rest der Ziegel. Dann sind vermutlich die Übergänge des Dämmmaterials fehlerhaft Schimmelgefahr durch Wärmebrücken? Test mit Infrarotthermometer Was sich erst einmal nach einem wohligen Plätzchen anhört, kann eine gefährliche Schwachstelle am Mauerwerk sein: Wärmebrücken sind die kältesten Stellen an Wänden. Sie entstehen, wenn etwa die Dämmung vom Dach an die Außenwand nicht lückenlos anschließt. Weil die Stelle kälter ist als die Umgebung, kondensiert dort Luftfeuchtigkeit. „Wärmebrücken können Nährböden für chimmelpilzsporen sein“, weiß Energieberater Andreas Skrypietz. Mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers (Preis ab circa 20 Euro) können Hausbewohner selbst die Temperatur an den Wänden messen. „Kritisch wird es, wenn es kälter als 12,5 Grad Celsius ist“, sagt Skrypietz. Dieser Richtwert gelte bei 20 Grad Zimmertemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Typische Schwachstellen für Wärmebrücken seien Außenwandecken und Wandstücke, an denen etwa Schränke die Luftzirkulation einschränken würden. Einfache Infrarot-Thermometer gibt es in Baumärkten.„Über eine ungedämmte Außenwand können bis zu dreißig Prozent der Energie für Weitere Infos und Handwerker, die einen kostenlosen Energie-Check im Rahmen der Kampagne durchführen, finden Interessierte unter www.sanieren-profitieren.de. Eb , 22.01.2010 Zurück |
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letzte Aktualisierung: 04.02.2012 10:21
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